WORT GOTTES

(nach katholischer Leseordnung unter Verwendung der Bibel-Einheitsübersetzung von 2016)




 


27.11.2022 ERSTER ADVENT

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (24,29-44): Die Wiederkunft des Menschensohns

29 Sofort nach den Tagen der großen Drangsal wird die Sonne verfinstert werden und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. 30 Danach wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde wehklagen und man wird den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit. 31 Er wird seine Engel unter lautem Posaunenschall aussenden und sie werden die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, von einem Ende des Himmels bis zum andern. 32 Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. 33 So erkennt auch ihr, wenn ihr das alles seht, dass das Ende der Welt nahe ist. 34 Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles geschieht. 35 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. 36 Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. 37 Denn wie es in den Tagen des Noach war, so wird die Ankunft des Menschensohnes sein. 38 Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, 39 und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. 40 Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. 41 Und von zwei Frauen, die an derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen. 42 Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. 43 Bedenkt dies: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. 44 Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

Die hoch dramatischen ZEICHEN der ZEIT VERDICHTEN sich immer mehr, dass die WIEDERKEHR CHRISTI mit großen Schritten NÄHER RÜCKT! JEDER MANN und JEDE FRAU sollen sich vorsehen, dass sie nicht unvorbereitet und unbußfertig sind, wenn GOTT sie aus diesem Leben nimmt, denn alles, was wir bis zum letzten Atemzug geglaubt oder nicht geglaubt, gesagt oder nicht gesagt, getan oder nicht getan haben, entscheidet nicht etwa nur darüber, OB es mit uns nach dem Tode weitergeht (wie viele ja immerhin noch glauben, die nicht vom "totalen Aus" überzeugt sind), sondern vor allem, WOHIN unsere Reise nach dem Todgeht - nach "oben" oder nach "unten"! Dass es auch ein "unten", d. h. eine ewige Verdammnis im Gegensatz zur ewigen Glückseligkeit geben kann, wird heute im Westen zunehmend kollektiv ausgeblendet. Das aber heißt, nicht nur die Heilige Schrift und die apostolische Überlieferung, sondern auch Jesus selbst Lügen zu strafen oder zumindest nicht wirklich ernst zu nehmen! HÜTEN wir uns vor derartiger Ignoranz, Gleichgültigkeit oder Laxheit, denn auch für das HIMMELREICH gilt: Dummheit schützt nicht vor Strafe!     


Zweite Lesung aus dem Römerbrief (13,11-14): Das Gebot der Stunde

11 Und das tut im Wissen um die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf. Denn jetzt ist das Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. 12 Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! 13 Lasst uns ehrenhaft leben wie am Tag, ohne maßloses Essen und Trinken, ohne Unzucht und Ausschweifung, ohne Streit und Eifersucht! 14 Vielmehr zieht den Herrn Jesus Christus an und sorgt nicht so für euren Leib, dass die Begierden erwachen.

Das sei gerade dem HEUTIGEN WESTEN zugerufen, der zu großen Teilen das GENAUE GEGENTEIL tut!

Erste Lesung aus dem Buch Jesaja (2,1-5): Völkerwallfahrt zum Zion

1 Das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, über Juda und Jerusalem geschaut hat. 2 Am Ende der Tage wird es geschehen: Der Berg des Hauses des HERRN / steht fest gegründet als höchster der Berge; er überragt alle Hügel. / Zu ihm strömen alle Nationen. 3 Viele Völker gehen / und sagen: Auf, wir ziehen hinauf zum Berg des HERRN / und zum Haus des Gottes Jakobs. Er unterweise uns in seinen Wegen, / auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn vom Zion zieht Weisung aus / und das Wort des HERRN von Jerusalem. 4 Er wird Recht schaffen zwischen den Nationen / und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden / und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, / und sie erlernen nicht mehr den Krieg. 5 Haus Jakob, auf, / wir wollen gehen im Licht des HERRN.

BETEN wir zu Gott, dass gerade in der Ukraine - aber auch in den vielen anderen Konfliktregionen dieser Welt im Aufruhr - möglichst bald wieder "Schwerter zu Pflugscharen umgeschmiedet" werden! Denn früher oder später MUSS und das ohnehin geschehen, wenn die Menschheit sich nicht selbst auslöschen will!




 

 

20.11.2022 CHRISTKÖNIG (feierlicher Abschluss des Kirchenjahres und Fest der himmlischen Vollendung)

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (23,35-43): Die Rettung eines Verbrechers durch den gekreuzigten König

35 Das Volk stand dabei und schaute zu; auch die führenden Männer verlachten ihn und sagten: Andere hat er gerettet, nun soll er sich selbst retten, wenn er der Christus Gottes ist, der Erwählte. 36 Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig 37 und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann rette dich selbst! 38 Über ihm war eine Aufschrift angebracht: Das ist der König der Juden. 39 Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Christus? Dann rette dich selbst und auch uns! 40 Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. 41 Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. 42 Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst! 43 Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.
 


 

JESUS von Nazareth, der WAHRE KÖNIG, RETTET noch (und gerade) als Gekreuzigter den Verbrecher an seiner Seite, der IHN als Messias ERKENNT und ihn um seine Rettung BITTET - womit nach katholischer Lehre dieser sogar der "schriftlich bezeugte" ERSTE GERETTETE IM HIMMEL ist! Und so hat auch JEDER ANDERE die Chance auf das EWIGE LEBEN, der Jesus als Retter und Erlöser ERKENNT, BEKENNT und demütig um seine AUFNAHME in den HIMMEL BITTET! Sputen wir uns also, damit noch gerettet werden kann, was zu retten ist, denn die noch ausstehende ZEIT IST KNAPP und das LEBEN KURZ!   


Zweite Lesung aus dem Kolosserbrief (1,12-20): Christus, der Erlöser des Alls

12 Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind. 13 Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes. 14 Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden. 15 Er ist Bild des unsichtbaren Gottes, / der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.[2] 16 Denn in ihm wurde alles erschaffen / im Himmel und auf Erden, / das Sichtbare und das Unsichtbare, / Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; / alles ist durch ihn und auf ihn hin erschaffen. 17 Er ist vor aller Schöpfung / und in ihm hat alles Bestand. 18 Er ist das Haupt, / der Leib aber ist die Kirche. / Er ist der Ursprung, / der Erstgeborene der Toten; / so hat er in allem den Vorrang. 19 Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, / 20 um durch ihn alles auf ihn hin zu versöhnen. / Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, / der Frieden gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.

"Nur" DARUM GEHT ES im christlichen Glauben! Und das hier nach dem PLAN DES VATERS angekündigte, DURCH seinen SOHN Jesus Christus ins WERK GESETZTE und noch vom HEILIGEN GEIST in der Zukunft zu VOLLENDENDE HIMMLISCHE "HAPPY END" der GESAMTEN SCHÖPFUNG feiern wir am heutigen CHRISTKÖNIGSFEST in besonderer Weise! :-)  

Erste Lesung aus dem zweiten Buch Samuel (5,1-3): Davids Salbung zum König über Israel

1 Alle Stämme Israels kamen zu David nach Hebron und sagten: Wir sind doch dein Fleisch und Bein. 2 Schon früher, als noch Saul unser König war, bist du es gewesen, der Israel hinaus und wieder nach Hause geführt hat. Der HERR hat zu dir gesagt: Du sollst der Hirt meines Volkes Israel sein, du sollst Israels Fürst werden. 3 Alle Ältesten Israels kamen zum König nach Hebron; der König David schloss mit ihnen in Hebron einen Vertrag vor dem HERRN und sie salbten David zum König von Israel.

Der "regional-zeitlich-irdisch" herrschende König David als alttestamentliches VORZEICHEN des "universal-ewig-himmlisch" herrschenden Königs Jesus Christus!

 

 

 

 

13.11.2022

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (21,5-19): Der Anfang der endzeitlichen Not

5 Als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schön bearbeiteten Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: 6 Es werden Tage kommen, an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt, der nicht niedergerissen wird. 7 Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen und was ist das Zeichen, dass dies geschehen soll? 8 Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist da. - Lauft ihnen nicht nach! 9 Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch nicht erschrecken! Denn das muss als Erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. 10 Dann sagte er zu ihnen: Volk wird sich gegen Volk und Reich gegen Reich erheben. 11 Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen. 12 Aber bevor das alles geschieht, wird man Hand an euch legen und euch verfolgen. Man wird euch den Synagogen und den Gefängnissen ausliefern, vor Könige und Statthalter bringen um meines Namens willen. 13 Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. 14 Nehmt euch also zu Herzen, nicht schon im Voraus für eure Verteidigung zu sorgen; 15 denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, sodass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können. 16 Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern und manche von euch wird man töten. 17 Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. 18 Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. 19 Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.


 

ALLES, was der HERR hier prophezeit hat, ist eingetroffen und trifft gerade ein! Ganz WICHTIG der LETZTE SATZ: "Wenn ihr STANDHAFT bleibt, werdet ihr das LEBEN gewinnen." Es nützt nichts, in angenehmen Zeiten Zeugnis abgelegt zu haben, aber dann, wenn's drauf ankommt, sich aus der Affäre zu ziehen. Da gibt es nur ein "Ja, ja", das durchhalten muss bis zum Ende, denn so, wie wir unser irdisches Leben verlassen, kommen wir im jenseitigen Leben an!


Zweite Lesung aus dem zweiten Thessalonicherbrief (3,7-12): Das Verhalten im Alltag

7 Ihr selbst wisst, wie man uns nachahmen soll. Wir haben bei euch kein unordentliches Leben geführt 8 und bei niemandem unser Brot umsonst gegessen; wir haben uns gemüht und geplagt, Tag und Nacht haben wir gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen. 9 Nicht als hätten wir keinen Anspruch auf Unterhalt; wir wollten euch aber ein Beispiel geben, damit ihr uns nachahmen könnt. 10 Denn als wir bei euch waren, haben wir euch geboten: Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen. 11 Wir hören aber, dass einige von euch ein unordentliches Leben führen und alles Mögliche treiben, nur nicht arbeiten. 12 Diesen gebieten wir und wir ermahnen sie in Jesus Christus, dem Herrn, in Ruhe ihrer Arbeit nachzugehen und ihr eigenes Brot zu essen.

...und NICHT so zu leben wie MOHAMMED und seine Gefolgsleute, indem man andere angreift und erobert und sich einfach nur als Beute nimmt, was diese brav und ordentlich mit Blut, Schweiß und Tränen im Angesicht des HERRN hervorgebracht haben (was historisch auf die meisten Juden und Christen zutraf und auch gegenwärtig immer noch zutrifft)!
 

Erste Lesung aus dem Buch Maleachi (3,19-20b): Der Tag der göttlichen Gerechtigkeit

19 Denn seht, der Tag kommt, er brennt wie ein Ofen: / Da werden alle Überheblichen und alle Frevler zu Spreu und der Tag, der kommt, wird sie verbrennen, / spricht der HERR der Heerscharen. Weder Wurzel noch Zweig wird ihnen dann bleiben. 20 Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, / wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen / und ihre Flügel bringen Heilung. Ihr werdet hinausgehen und Freudensprünge machen / wie Kälber, die aus dem Stall kommen.

 

 

 

 

06.11.2022

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (20,27-38): Die Frage nach der Auferstehung der Toten

27 Von den Sadduzäern, die bestreiten, dass es eine Auferstehung gibt, kamen einige zu Jesus und fragten ihn: 28 Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. 29 Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. 30 Da nahm sie der zweite, 31 danach der dritte und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben. 32 Schließlich starb auch die Frau. 33 Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt. 34 Da sagte Jesus zu ihnen: Die Kinder dieser Welt heiraten und lassen sich heiraten. 35 Die aber, die gewürdigt werden, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, heiraten nicht, noch lassen sie sich heiraten. 36 Denn sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und als Kinder der Auferstehung zu Kindern Gottes geworden sind. 37 Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. 38 Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn leben sie alle.
 


Jesus selbst bezeugt hier klar gegen sämtliche Skeptiker, dass es eine AUFERSTEHUNG von den Toten gibt und wie in etwa der Zustand der auferstandenen Menschen im Himmel sein wird: "den Engeln gleich"! Einer der großen HOFFNUNGSSÄTZE in der Heiligen Schrift! 


Erste Lesung aus dem zweiten Buch der Makkabäer (7,1-14): Das Martyrium der sieben Brüder mit ihrer Mutter

1 Ein andermal geschah es, dass man sieben Brüder mit ihrer Mutter festnahm. Der König wollte sie zwingen, entgegen dem göttlichen Gesetz Schweinefleisch anzurühren, und ließ sie darum mit Geißeln und Riemen peitschen. 2 Einer von ihnen ergriff für die andern das Wort und sagte: Was willst du uns fragen und was willst du von uns lernen? Eher sterben wir, als dass wir die Gesetze unserer Väter übertreten. 3 Da wurde der König zornig und befahl, Pfannen und Kessel heiß zu machen. 4 Kaum waren sie heiß geworden, ließ er ihrem Sprecher die Zunge abschneiden, ihm nach Skythenart die Kopfhaut abziehen und Nase, Ohren, Hände und Füße stückweise abhacken. Dabei mussten die anderen Brüder und die Mutter zuschauen. 5 Den grässlich Verstümmelten, der noch atmete, ließ er ans Feuer bringen und rösten. Während sich der Dunst aus der Pfanne nach allen Seiten verbreitete, sprachen sie und ihre Mutter einander Mut zu, in edler Haltung zu sterben. Sie sagten: 6 Gott, der Herr, sieht und gewiss hat er Erbarmen mit uns. Denn so hat es Mose klar gesagt in dem Lied, in dem er öffentlich das Volk anklagte: Und er wird mit seinen Dienern Erbarmen haben. 7 Als der Erste der Brüder auf diese Weise gestorben war, führten sie den Zweiten zur Folterung. Sie zogen ihm die Kopfhaut samt den Haaren ab und fragten ihn: Willst du essen, bevor wir Glied für Glied an deinem Körper martern? 8 Er antwortete in seiner Muttersprache: Nein! Deshalb wurde er genauso wie der Erste gefoltert. 9 Als er in den letzten Zügen lag, sagte er: Du Unmensch! Du nimmst uns dieses Leben; aber der König der Welt wird uns zu einem neuen, ewigen Leben auferstehen lassen, weil wir für seine Gesetze gestorben sind. 10 Nach ihm folterten sie den Dritten. Als sie seine Zunge forderten, streckte er sie sofort heraus und hielt mutig die Hände hin. 11 Dabei sagte er gefasst: Vom Himmel habe ich sie bekommen und wegen seiner Gesetze achte ich nicht auf sie. Von ihm hoffe ich sie wiederzuerlangen. 12 Sogar der König und seine Leute staunten über den Mut des jungen Mannes, dem die Schmerzen nichts bedeuteten. 13 Als er tot war, quälten und misshandelten sie den Vierten genauso. 14 Dieser sagte, als er dem Ende nahe war: Gott hat uns die Hoffnung gegeben, dass er uns auferstehen lässt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben. Für dich aber gibt es keine Auferstehung zum Leben.

Einer der wenigen ersten konkreten Auferstehungshoffnungen im Alten Testament. Schon hier aber wird unterschieden zwischen einer Auferstehung "zum Leben" (=Himmel) und eine "zum Tod" (=Hölle)...


Zweite Lesung aus dem zweiten Thessalonicherbrief (2,16 - 3,5): Aufforderung zum Festhalten an der Überlieferung

16 Jesus Christus selbst aber, unser Herr, und Gott, unser Vater, der uns liebt und uns in seiner Gnade ewigen Trost und sichere Hoffnung schenkt, 17 ermutige eure Herzen und gebe euch Kraft zu jedem guten Werk und Wort. 1 Im Übrigen, Brüder und Schwestern, betet für uns, damit das Wort des Herrn sich ausbreitet und verherrlicht wird, ebenso wie bei euch! 2 Betet auch darum, dass wir vor den bösen und schlechten Menschen gerettet werden; denn nicht alle nehmen den Glauben an. 3 Aber der Herr ist treu; er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren. 4 Wir vertrauen im Herrn auf euch, dass ihr jetzt und auch in Zukunft tut, was wir anordnen. 5 Der Herr richte eure Herzen auf die Liebe Gottes aus und auf die Geduld Christi.
 

 

 

 

 

01.11.2022 HOCHFEST ALLERHEILIGEN

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (5,1-12a): Die Seligpreisungen

1 Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. 2 Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: 3 Selig, die arm sind vor Gott; / denn ihnen gehört das Himmelreich. 4 Selig die Trauernden; / denn sie werden getröstet werden. 5 Selig die Sanftmütigen; / denn sie werden das Land erben. 6 Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; / denn sie werden gesättigt werden. 7 Selig die Barmherzigen; / denn sie werden Erbarmen finden. 8 Selig, die rein sind im Herzen; / denn sie werden Gott schauen. 9 Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. 10 Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; / denn ihnen gehört das Himmelreich. 11 Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. 12 Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.
 


Eine HEILSVERHEISSUNG, von der Muslime angesichts ihres willkürlich prädestinierenden Allahs nur träumen können - ungeachtet des ohnehin  auch noch völlig konträren "eschatologischen Anforderungsprofils" ihrer Religion (Töten statt getötet werden, Schmerzen bereiten statt Schmerzen erdulden, Beute machen statt Reichtum Weggeben, Brutal sein statt sanftmütig, Kriege führen statt Frieden stiften, Verfolgen statt verfolgt werden usw.)!


Erste Lesung aus dem Buch der Offenbarung (7,2-4.9-14): Die durch Christus Geretteten im Himmel

2 Dann sah ich vom Aufgang der Sonne her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Macht gegeben war, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, mit lauter Stimme zu 3 und sprach: Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben! 4 Und ich erfuhr die Zahl derer, die mit dem Siegel gekennzeichnet waren. Es waren hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen der Söhne Israels, die das Siegel trugen: (...) 9 Danach sah ich und siehe, eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen vor dem Thron und vor dem Lamm, gekleidet in weiße Gewänder, und trugen Palmzweige in den Händen. 10 Sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm. 11 Und alle Engel standen rings um den Thron, um die Ältesten und die vier Lebewesen. Sie warfen sich vor dem Thron auf ihr Angesicht nieder, beteten Gott an 12 und sprachen: Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen 13 Da nahm einer der Ältesten das Wort und sagte zu mir: Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen? 14 Ich erwiderte ihm: Mein Herr, du weißt das. Und er sagte zu mir: Dies sind jene, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht.

JEHOVAS ZEUGEN, die irrigerweise am WORTLAUT der BIBEL festhängen (theologischer Fachausdruck hierfür: "biblizistischer Fundamentalismus"), kann man u. a. mit dieser Stelle in große Verlegenheit bringen, indem man ihnen klarmacht, dass sie selbst wohl nicht mehr in den Himmel gelangen können, nachdem die Zahl der bereits gestorbenen Jehovas-Zeugen die "himmlische Höchstzahl" mittlerweile längst weit überschritten hat! ;-) Die "Lösung des Problems": 144.000 ist nichts weiter als die Dreierpotenz der 12 Stämme Israels und soll lediglich ausdrücken, dass es eine große Zahl von Geretteten geben wird (zu denen grundsätzlich allerdings keine Fehlgläubigen gehören)...   


Zweite Lesung aus dem ersten Johannesbrief (3,1-3)

1 Seht, welche Liebe uns der Vater geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. Deshalb erkennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. 2 Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes. Doch ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. 3 Jeder, der diese Hoffnung auf ihn setzt, heiligt sich, so wie er heilig ist.

"Wir werden sehen, WIE ER (GOTT) IST", ist ebenfalls eine speziell CHRISTLICHE Verheißung, die der Koran bzw. Mohammed den Muslimen vorenthalten hat: Sie werden das große entscheidenden Geheimnis des WESENS GOTTES nie erfahren, denn ALLAH bleibt (nach ihrer eigenen Lehre) auch im "Paradies" auf ewig UNNAHBAR...
 

 

 

 

2010-10/2022 ARCHIVIERT