WORT GOTTES

(nach katholischer Leseordnung unter Verwendung der Bibel-Einheitsübersetzung von 2016)




 

07.08.2022

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (12,32-48): Aufforderung zur Wachsamkeit

32 Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn euer Vater hat beschlossen, euch das Reich zu geben. 33 Verkauft euren Besitz und gebt Almosen! Macht euch Geldbeutel, die nicht alt werden! Verschafft euch einen Schatz, der nicht abnimmt, im Himmel, wo kein Dieb ihn findet und keine Motte ihn frisst! 34 Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. 35 Eure Hüften sollen gegürtet sein und eure Lampen brennen! 36 Seid wie Menschen, die auf ihren Herrn warten, der von einer Hochzeit zurückkehrt, damit sie ihm sogleich öffnen, wenn er kommt und anklopft! 37 Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen. 38 Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach - selig sind sie. 39 Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht. 40 Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. 41 Da sagte Petrus: Herr, sagst du dieses Gleichnis nur zu uns oder auch zu allen? 42 Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde einsetzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die Tagesration gibt? 43 Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! 44 Wahrhaftig, ich sage euch: Er wird ihn über sein ganzes Vermögen einsetzen. 45 Wenn aber der Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr verspätet sich zu kommen! und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, 46 dann wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen. 47 Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen. 48 Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man umso mehr verlangen.

Das sollten gerade wir CHRISTEN sehr ernst nehmen, denn uns ist VON GOTT ALLES GEGEBEN ZUM HEIL! Handeln wir auch danach??


Zweite Lesung aus dem Hebräerbrief (11,1f.8-19): Das Glaubenszeugnis der vorangegangenen Generationen

1 Glaube aber ist: Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutagetreten von Tatsachen, die man nicht sieht. 2 Aufgrund dieses Glaubens haben die Alten ein gutes Zeugnis erhalten.(...) 8 Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte; und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde. 9 Aufgrund des Glaubens siedelte er im verheißenen Land wie in der Fremde und wohnte mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung, in Zelten; 10 denn er erwartete die Stadt mit den festen Grundmauern, die Gott selbst geplant und gebaut hat. 11 Aufgrund des Glaubens empfing selbst Sara, die unfruchtbar war, die Kraft, trotz ihres Alters noch Mutter zu werden; denn sie hielt den für treu, der die Verheißung gegeben hatte.[2] 12 So stammen denn auch von einem einzigen Menschen, dessen Kraft bereits erstorben war, viele ab: zahlreich wie die Sterne am Himmel und der Sand am Meeresstrand, den man nicht zählen kann. 13 Im Glauben sind diese alle gestorben und haben die Verheißungen nicht erlangt, sondern sie nur von fern geschaut und gegrüßt und sie haben bekannt, dass sie Fremde und Gäste auf Erden sind. 14 Und die, die solches sagen, geben zu erkennen, dass sie eine Heimat suchen. 15 Hätten sie dabei an die Heimat gedacht, aus der sie weggezogen waren, so wäre ihnen Zeit geblieben zurückzukehren; 16 nun aber streben sie nach einer besseren Heimat, nämlich der himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, er schämt sich nicht, ihr Gott genannt zu werden; denn er hat ihnen eine Stadt bereitet. 17 Aufgrund des Glaubens hat Abraham den Isaak hingegeben, als er auf die Probe gestellt wurde; er gab den einzigen Sohn dahin, er, der die Verheißungen empfangen hatte 18 und zu dem gesagt worden war: Durch Isaak wirst du Nachkommen haben. 19 Er war überzeugt, dass Gott sogar die Macht hat, von den Toten zu erwecken; darum erhielt er Isaak auch zurück. Das ist ein Sinnbild.

Die erstmalig bekundete Definition des Begriffes "GLAUBEN" in Vers 1 gehört bis zum heutigen Tage zum Grundstock christlicher Theologie!


Erste Lesung aus dem Buch der Weisheit (18,6-9): Rettung der Gerechten und Untergang der Feinde

6 Jene Nacht wurde unseren Vätern vorher angekündigt; / denn sie sollten sich freuen in sicherem Wissen, welch eidlichen Zusagen sie vertrauten. 7 So erwartete dein Volk / die Rettung der Gerechten und den Untergang der Feinde. 8 Wodurch du die Gegner straftest, / dadurch hast du uns zu dir gerufen und verherrlicht. 9 Denn im Verborgenen opferten die heiligen Kinder der Guten; / sie verpflichteten sich einmütig auf das göttliche Gesetz, / dass die Heiligen in gleicher Weise Güter / wie Gefahren teilen sollten, / und stimmten dabei schon im Voraus die Loblieder der Väter an.

 

 

 

 

31.07.2022

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (12,13-21): Die Vorläufigkeit des Besitzes

13 Einer aus der Volksmenge bat Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen! 14 Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler bei euch eingesetzt? 15 Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier! Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im Überfluss seines Besitzes lebt. 16 Und er erzählte ihnen folgendes Gleichnis: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. 17 Da überlegte er bei sich selbst: Was soll ich tun? Ich habe keinen Platz, wo ich meine Ernte unterbringen könnte. 18 Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. 19 Dann werde ich zu meiner Seele sagen: Seele, nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freue dich! 20 Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast? 21 So geht es einem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist.

Was Putins Russland zurzeit mit der Ukraine macht, ist letztlich nichts anderes als HABGIER - Habgier nach GEBIET, BODENSCHÄTZE, REICHTUM, MACHT, EINFLUSS usw.! All das führt nur zu UNHEIL und ARMUT BEI GOTT! Wie kann der PATRIARCH KYRILL diese offenkundige Missachtung einer der ZENTRALSTEN WARNUNGEN CHRISTI nicht nur gutheißen, sondern auch noch fördern?? Dieser Mann gehört EXKOMMUNIZIERT und seines AMTES ENTHOBEN - er ist eine SCHANDE für das GESAMTE CHRISTENTUM!!   


Zweite Lesung aus dem Kolosserbrief (3,1-5.9-11): Der alte und der neue Mensch

1 Seid ihr nun mit Christus auferweckt, so strebt nach dem, was oben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt! 2 Richtet euren Sinn auf das, was oben ist, nicht auf das Irdische! 3 Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. 4 Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. 5 Darum tötet, was irdisch an euch ist: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist! (...) 9 Belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Taten abgelegt 10 und habt den neuen Menschen angezogen, der nach dem Bild seines Schöpfers erneuert wird, um ihn zu erkennen. 11 Da gibt es dann nicht mehr Griechen und Juden, Beschnittene und Unbeschnittene, Barbaren, Skythen, Sklaven, Freie, sondern Christus ist alles und in allen.

Wie kann das Christentum den Islam von seiner Wahrheit überzeugen, wenn "CHRISTEN" CHRISTEN BOMBARDIEREN??
Ein zum Himmel schreiender SKANDAL!!


Erste Lesung aus dem Buch Kohelet (1,2; 2,21-23): Bildung und Besitz in ihrer Bedingtheit

2 Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet, Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch.(...) 21 Denn es kommt vor, dass ein Mensch, dessen Besitz durch Wissen, Können und Erfolg erworben wurde, ihn einem andern, der sich nicht dafür angestrengt hat, als dessen Anteil überlassen muss. Auch das ist Windhauch und etwas Schlimmes, das häufig vorkommt. 22 Was erhält der Mensch dann durch seinen ganzen Besitz und durch das Gespinst seines Geistes, für die er sich unter der Sonne anstrengt? 23 Alle Tage besteht sein Geschäft nur aus Sorge und Ärger und selbst in der Nacht kommt sein Geist nicht zur Ruhe. Auch das ist Windhauch.

Auch was Putin da mit der Ukraine macht, ist (blutiger) "WINDHAUCH" für NICHTS und WIEDER NICHTS! 

 

 

 

 

24.07.2022

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (11,1-13): Das Vaterunser und der Aufruf zum beharrlichen Bitten

1 Und es geschah: Jesus betete einmal an einem Ort; als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat! 2 Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, geheiligt werde dein Name. / Dein Reich komme. 3 Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen! 4 Und erlass uns unsere Sünden; / denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. / Und führe uns nicht in Versuchung! 5 Dann sagte er zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote; 6 denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen und ich habe ihm nichts anzubieten!, 7 wird dann der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben? 8 Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht. 9 Darum sage ich euch: Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet. 10 Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. 11 Oder welcher Vater unter euch, den der Sohn um einen Fisch bittet, gibt ihm statt eines Fisches eine Schlange 12 oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet? 13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.

Das VATERUNSER ist für MUSLIME leider ein TABU, da ALLAH nach islamischer Überzeugung KEIN VATER ist - und sich Muslime daher auch NICHT "KINDER GOTTES" nennen dürfen! Ebenso wäre das beharrliche Bedrängen Allahs ein Tabu, denn erstens wäre dies eine blasphemische Anmaßung und zweitens völlig unsinnig, da Allah sowieso ALLES VORHERBESTIMMT und DIREKT steuert - ohne eigene Ursachensetzung der Geschöpfe...


Zweite Lesung aus dem Kolosserbrief (2,12-14): Christus hat all unsere Schuldscheine durchgestrichen

12 Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat. 13 Ihr wart tot infolge eurer Sünden und euer Fleisch war unbeschnitten; Gott aber hat euch mit Christus zusammen lebendig gemacht und uns alle Sünden vergeben. 14 Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, dass er ihn an das Kreuz geheftet hat.

MOHAMMED bzw. ALLAH hat KEINE SCHULDSCHEINE "DURCHGESTRICHEN"! Niemand ist entschuldet und kann auch nicht entschuldet werden, weil Allah das Schicksal jedes Menschen ohnehin schon bis ins Detail vorausbestimmt hat - auch, wer in die Hölle kommt (nämlich die meisten) und wer in das Paradies (die wenigsten). Denn Allah "vergibt, wem er will, und bestraft, wen er will" (Sure 2, Vers 284)...    
 

Erste Lesung aus dem Buch Genesis (18,20-32): Abrahams Fürsprache für Sodom

20 Der HERR sprach: Das Klagegeschrei über Sodom und Gomorra, ja, das ist angeschwollen und ihre Sünde, ja, die ist schwer. 21 Ich will hinabsteigen und sehen, ob ihr verderbliches Tun wirklich dem Klagegeschrei entspricht, das zu mir gedrungen ist, oder nicht. Ich will es wissen. 22 Die Männer wandten sich ab von dort und gingen auf Sodom zu. Abraham aber stand noch immer vor dem HERRN. 23 Abraham trat näher und sagte: Willst du auch den Gerechten mit den Ruchlosen wegraffen? 24 Vielleicht gibt es fünfzig Gerechte in der Stadt: Willst du auch sie wegraffen und nicht doch dem Ort vergeben wegen der fünfzig Gerechten in ihrer Mitte? 25 Fern sei es von dir, so etwas zu tun: den Gerechten zusammen mit dem Frevler töten. Dann ginge es ja dem Gerechten wie dem Frevler. Das sei fern von dir. Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben? 26 Da sprach der HERR: Wenn ich in Sodom fünfzig Gerechte in der Stadt finde, werde ich ihretwegen dem ganzen Ort vergeben. 27 Abraham antwortete und sprach: Siehe, ich habe es unternommen, mit meinem Herrn zu reden, obwohl ich Staub und Asche bin. 28 Vielleicht fehlen an den fünfzig Gerechten fünf. Wirst du wegen der fünf die ganze Stadt vernichten? Nein, sagte er, ich werde sie nicht vernichten, wenn ich dort fünfundvierzig finde. 29 Er fuhr fort, zu ihm zu reden: Vielleicht finden sich dort nur vierzig. Da sprach er: Ich werde es der vierzig wegen nicht tun. 30 Da sagte er: Mein Herr zürne nicht, wenn ich weiterrede. Vielleicht finden sich dort nur dreißig. Er entgegnete: Ich werde es nicht tun, wenn ich dort dreißig finde. 31 Darauf sagte er: Siehe, ich habe es unternommen, mit meinem Herrn zu reden. Vielleicht finden sich dort nur zwanzig. Er antwortete: Ich werde sie nicht vernichten um der zwanzig willen. 32 Und nochmals sagte er: Mein Herr zürne nicht, wenn ich nur noch einmal das Wort ergreife. Vielleicht finden sich dort nur zehn. Er sprach: Ich werde sie nicht vernichten um der zehn willen.

Das alttestamentliche Vorausbild für die noch weitgehend größere Barmherzigkeit, die GOTTVATER durch den Sühnetod seines SOHNES am Kreuz ALLEN MENSCHEN zuteil hat werden lassen! Abrahams "Kuhhandel" mit Gott wäre übrigens für den Islam aus o. g. Gründen ebenso impertinent wie sinnlos...
  

 

 

 

 

17.07.2022

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (10,38-42): Maria und Marta

38 Als sie weiterzogen, kam er in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf.[2] 39 Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. 40 Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen zu dienen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! 41 Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen.[3] 42 Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden.


 

An dieser Perikope wird homiletisch und exegetisch oft sehr viel herumgeeiert, indem man versucht, die zentrale "hart" klingende Aussage irgendwie dahingehend abzuschwächen, dass Jesus es doch nicht so "bös" gemeint habe mit der lieben Marta, und sich das "karitative" und "kontemplative" Christsein letztlich doch irgendwie die Waage halten müssten usw. usf. Das alles ist zwar nicht wirklich falsch, trifft aber nicht den Punkt dieser Stelle...

In dieser geht es nämlich letztlich nur um ZWEIERLEI: Erstens die grundsätzlich richtige PRIORISIERUNG, also Ordnung der Dinge in den Hirnen und Herzen und zweitens das Erkennen des "KAIROS", d. h. des richtigen Augenblicks, in dem entweder das vor- oder das nachrangige Ding auszuführen ist. So ergeht Jesu VORWURF an Marta NICHT, WEIL sie ihm DIENT, sondern weil sie das Dienen grundsätzlich dem HÖREN des WORTES GOTTES vorgezogen hat und dies auch noch im FALSCHEN AUGENBLICK. Hätte Marta ihre (Vorbereitungs-)Handlungen vorgenommen, BEVOR der HERR erschienen ist bzw. spricht, wäre aus dem Vorwurf wohl sogar noch ein LOB geworden (und an Maria wohl ein Tadel ergangen, weil sie ihrer Schwester hierbei nicht geholfen hat). In dem Moment aber, wo - mit Jesus - GOTT SELBST zu uns spricht, ist ALLES ANDERE Tun und Machen HINTAN zu stellen, denn WORTE des EWIGEN LEBENS sind WICHTIGER als operatives und vergängliches "Alltagsgewurschtel", das man nicht mit in den Himmel nehmen kann!

Kurz gesagt: So richtig und wichtig es z. B. ist, VOR einem Gottesdienst den Altarraum ordentlich herzurichten, so falsch und daneben wäre es, dies WÄHREND der PREDIGT zu tun! Genau Letzteres aber hat die "gute" Marta leider getan und damit nicht nur das Eigentliche verpasst, sondern sogar ignoriert und herabgewürdigt (wenn auch nicht in böser Absicht freilich)...      


Erste Lesung aus dem Buch Genesis (18,1-10): Gott zu Gast bei Abraham und Sara

1 Der HERR erschien Abraham bei den Eichen von Mamre, während er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes saß. 2 Er erhob seine Augen und schaute auf, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Als er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes aus entgegen, warf sich zur Erde nieder 3 und sagte: Mein Herr, wenn ich Gnade in deinen Augen gefunden habe, geh doch nicht an deinem Knecht vorüber! 4 Man wird etwas Wasser holen; dann könnt ihr euch die Füße waschen und euch unter dem Baum ausruhen. 5 Ich will einen Bissen Brot holen, dann könnt ihr euer Herz stärken, danach mögt ihr weiterziehen; denn deshalb seid ihr doch bei eurem Knecht vorbeigekommen. Sie erwiderten: Tu, wie du gesagt hast! 6 Da lief Abraham eiligst ins Zelt zu Sara und rief: Schnell drei Sea feines Mehl! Knete es und backe Brotfladen! 7 Er lief weiter zum Vieh, nahm ein zartes, prächtiges Kalb und übergab es dem Knecht, der es schnell zubereitete. 8 Dann nahm Abraham Butter, Milch und das Kalb, das er hatte zubereiten lassen, und setzte es ihnen vor. Er selbst wartete ihnen unter dem Baum auf, während sie aßen. 9 Sie fragten ihn: Wo ist deine Frau Sara? Dort im Zelt, sagte er. 10 Da sprach er: In einem Jahr komme ich wieder zu dir. Siehe, dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben. Sara hörte am Eingang des Zeltes hinter seinem Rücken zu.

Die "drei Männer" werden - u. E. zu Recht - schon von der frühen Kirche an als alttestamentliches Vorausbild des DREIEINIGEN GOTTES interpretiert. Die jüdische Auslegung, nach der es sich bei den drei Gestalten um die drei Erzengel handeln soll, überzeugt hier nicht, da der Text eindeutig von der Erscheinung des HERRN spricht, womit der Jude - um aus Ehrfurcht nicht den Namen Gottes auszusprechen - stets GOTT meinte, aber NIE (nur) ENGEL. Zu beachten ist außerdem, dass das abwechselnde "ER" (der HERR) und "SIE" (die DREI MÄNNER) jeweils EIN- und DASSELBE SUBJEKT meinen, was bei drei Engeln keinen Sinn macht, aber bei der hl. DREIEINIGKEIT schon (und eigentlich auch nur bei ihr)...

Als kleines "Nebenprodukt" für MUSLIME im unteren Teil sei noch bemerkt, dass dieser offenkundig dreifaltige Gott auch NUR die GEBURT des "himmlischen" ISAAK, des STAMMVATERS von JUDEN und CHRISTEN, ankündigt, NICHT aber die GEBURT des "irdischen" ISMAELS, des STAMMVATERS der MUSLIME! Schon hier wird u. E. also prophetisch etwas über die Wertigkeit der beiden Stammbäume ausgesagt...      


Zweite Lesung aus dem Kolosserbrief (1,24-28): Diener der Kirche für alle Menschen

24 Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Ich ergänze in meinem irdischen Leben, was an den Bedrängnissen Christi noch fehlt an seinem Leib, der die Kirche ist. 25 Ihr Diener bin ich geworden gemäß dem Heilsplan Gottes, um an euch das Wort Gottes zu erfüllen. 26 Er ist jenes Geheimnis, das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war - jetzt aber seinen Heiligen offenbart wurde. 27 Ihnen wollte Gott kundtun, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Völkern ist: Christus ist unter euch, die Hoffnung auf Herrlichkeit. 28 Ihn verkünden wir; wir ermahnen jeden Menschen und belehren jeden Menschen in aller Weisheit, damit wir jeden Menschen vollkommen darstellen in Christus.

Genau dieses ultimative "Geheimnis" des "Reichtums der Herrlichkeit" Gottes, diese "vollkommene Darstellung jedes Menschen in Christus" bleibt MUSLIMEN vorenthalten - nicht aufgrund christlicher Abwertung, sondern aufgrund ihrer eigenen islamischen Lehre, die die GÖTTLICHKEIT JESU CHRISTI ENTSCHIEDEN und MASSIV LEUGNET! Beten wir also darum, dass Gott sich ihrer trotzdem ERBARMEN möge...

 

 

 

 

10.07.2022

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (10,25-37): Der barmherzige heidnische Samariter als Vorbild und Nächster

25 Und siehe, ein Gesetzeslehrer stand auf, um Jesus auf die Probe zu stellen, und fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? 26 Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? 27 Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst. 28 Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach und du wirst leben! 29 Der Gesetzeslehrer wollte sich rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? 30 Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen. 31 Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging vorüber. 32 Ebenso kam auch ein Levit zu der Stelle; er sah ihn und ging vorüber. 33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam zu ihm; er sah ihn und hatte Mitleid, 34 ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. 35 Und am nächsten Tag holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. 36 Wer von diesen dreien meinst du, ist dem der Nächste geworden, der von den Räubern überfallen wurde? 37 Der Gesetzeslehrer antwortete: Der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle du genauso!

 

 

Die Quintessenz dieses altbekannten Gleichnisses lautet NICHT wie so oft beschworen, "Jeder ist unser Nächster", sondern vielmehr, dass auch ein "ungläubiger Nicht-Jude" (als der die Samariter den Juden galten) unser "Nächster" ist, wenn er nur so HANDELT, wie der Samariter hier eben gehandelt hat - nämlich ganz in und aus der LIEBE GOTTES zum Menschen heraus! Dementsprechend kann also z. B. auch ein Atheist oder Muslim der Nächste des Christen sein... 


Erste Lesung aus dem Buch Deuteronomium (30,8-14): Das dem Menschen nahe Gebot

Du jedoch wirst umkehren, auf die Stimme des HERRN hören und alle seine Gebote, auf die ich dich heute verpflichte, halten 9 und der HERR, dein Gott, wird dir Gutes im Überfluss schenken, bei jeder Arbeit deiner Hände, bei der Frucht deines Leibes, bei der Frucht deines Viehs und bei der Frucht deines Ackers. Denn der HERR wird sich, wie er sich an deinen Vätern gefreut hat, auch an dir wieder freuen. Er wird dir Gutes tun. 10 Denn du hörst auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, und bewahrst seine Gebote und Satzungen, die in dieser Urkunde der Weisung einzeln aufgezeichnet sind, und kehrst zum HERRN, deinem Gott, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele zurück. 11 Denn dieses Gebot, auf das ich dich heute verpflichte, geht nicht über deine Kraft und ist nicht fern von dir. 12 Es ist nicht im Himmel, sodass du sagen müsstest: Wer steigt für uns in den Himmel hinauf, holt es herunter und verkündet es uns, damit wir es halten können? 13 Es ist auch nicht jenseits des Meeres, sodass du sagen müsstest: Wer fährt für uns über das Meer, holt es herüber und verkündet es uns, damit wir es halten können? 14 Nein, das Wort ist ganz nah bei dir, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen, du kannst es halten.

Es ist also ein AUSREDE, wenn Menschen immer wieder behaupten, die christlichen Gebote würden uns überfordern und wir könnten sie gar nicht einhalten. Da macht man es sich zu leicht...


Zweite Lesung aus dem Kolosserbrief (1,15-20): Christus, der Erstgeborene und Erlöser des Alls

15 Er ist Bild des unsichtbaren Gottes, / der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.[2] 16 Denn in ihm wurde alles erschaffen / im Himmel und auf Erden, / das Sichtbare und das Unsichtbare, / Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; / alles ist durch ihn und auf ihn hin erschaffen. 17 Er ist vor aller Schöpfung / und in ihm hat alles Bestand. 18 Er ist das Haupt, / der Leib aber ist die Kirche. / Er ist der Ursprung, / der Erstgeborene der Toten; / so hat er in allem den Vorrang. 19 Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, / 20 um durch ihn alles auf ihn hin zu versöhnen. / Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, / der Frieden gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.

Hier ist der ganze (jetzt nicht mehr) "geheimnisvolle" PLAN GOTTES prägnant zusammengefasst!


 

 

 

2010-06/2022 ARCHIVIERT